Klassisches, lineares Fernsehen hat Bestand
Beim 1. Stammtisch in diesem Jahr konnten die Netzwerkpartner:innen der Zukunftsregion Steyr sowie zahlreiche interessierte Gäste spannende Einblicke im TV-Studio LT1 in Linz gewinnen. Geschäftsführer Dietmar Maier ging dabei eindrucksvoll den Fragen nach, inwieweit alternative Kanäle klassisches Fernsehen ersetzen können und ob künstliche Intelligenz bald zu einer Reduktion der Redakteur:innen führen wird.
Seit 25 Jahren gibt es das Fernsehstudio LT1, entstanden als Linzer Regionalsender, führte ein Strategiewechsel im Jahr 2010 zum Umdenken – LT1 wurde der erste private Sender, der Landesfernsehen anbot. Täglich konsumieren rund 144.000 Seher das TV-Programm, jeweils um 18:00 Uhr gehen die aktuellen Nachrichten des Tages online.
Obwohl das lineare Fernsehen nach wie vor sehr gefragt ist – 78 Prozent der über 19jährigen österreichischen Gesamtbevölkerung schauen täglich fern und der durchschnittliche Österreicher verbringt zirka 3,5 Stunden vor dem TV-Gerät / Tag – hat sich die Arbeit des Fernsehsenders trotzdem stark verändert. „Zusätzlich zur Produktion des täglichen Fernsehprogramms verwenden wir zahlreiche Ressourcen für den non-linearen Bereich (Online-Redaktion). Mit der Präsenz auf verschiedenen Plattformen können wir einerseits auch außerhalb der Primetime Menschen erreichen und andererseits trägt diese dazu bei, unsere Bekanntheit bei jungen Menschen zu steigern. Das erste Facebook-Posting geht deshalb täglich um 5:30 Uhr raus“ erzählt Maier über das „virtuelle Lagerfeuer“ wie er es nennt.
Als zweiter Schwerpunkt des Stammtischabends wurden die Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz thematisiert. Diese findet im TV-Studio zwar Verwendung, allerdings wird sie nur zusätzlich zur journalistischen Arbeit für Texte und Spots eingesetzt und kann niemals die redaktionelle Arbeit ersetzen. „Wir nutzen KI im Produktionsbereich, um repetitive Prozesse zu verkürzen und unsere Mitarbeiter zu entlasten. Das reicht von KI-gestützter Transkription von Interviews über die automatische Aufbereitung unserer Beiträge für unsere Social Media Kanäle bis hin zur Sprachsynthese.“, erzählt Mattias Haneder, Produktionschef von LT1. „Der Einsatz unserer KI-Tools setzt fundierte Vorarbeit als Basis voraus, ein korrigierendes Eingreifen und Kontrolle der Mitarbeiter:innen ist notwendig und wichtig - Usus bei Qualitätsjournalismus! Obwohl die Tools derzeit noch an ihre Grenzen stoßen, reduzieren sie den Arbeitsaufwand beachtlich und sind für unseren Workflow nicht mehr wegzudenken“, ergänzt Marketingleiter Christian Zimmermann.
Ein Besuch des Aufnahmeraumes inkl. Austesten des Teleprompters rundete den interessanten Abend ab. „Wir konnten spannende Insights erleben und viele Anregungen für den Marketingalltag mitnehmen, danke dafür an unseren Netzwerkpartner LT1“ schließt Kommunikationsverantwortliche des Netzwerks Sonja Preisinger den Abend und lädt bereits zum nächsten Netzwerktermin ein, der am 26. März ab 17:30 Uhr (Check In 17:00 Uhr) im Klinikum Pyhrn – Eisenwurzen stattfinden wird. Am Programm stehen Themen wie „Einflussfaktoren auf die Klinikentwicklung“, „Software für den klinischen Betrieb“ und „Modernste Medizintechnik – wie Ärzte bei ihrer Arbeit unterstützt werden“. Die Teilnahme am Stammtisch ist kostenfrei, eine Anmeldung dazu bereits möglich unter https://zukunftsregion-steyr.at/veranstaltung/stammtisch-mit-unternehmenseinblick-im-pyhrn-eisenwurzen-klinikum
Einige Folien von LT1 sind hier nachzulesen:
https://zukunftsregion-steyr.at/sites/default/files/2025-02/Folien_LT1.pdf
Fotos frei, © Peter Kainrath
