Stammtisch bei Bayer Schilder mit RIS

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Eindrucksvoller Unternehmenseinblick zeigte, wie regionale Handwerkskompetenz, technische Präzision und digitale Gemeindelösungen erfolgreich zusammenspielen

Beim ersten Stammtisch im Jahr 2026 war das Netzwerk Zukunftsregion Steyr zu Gast bei der Bayer Schilder GmbH in Neuzeug. Das Unternehmen öffnete seine Türen und bot den Teilnehmer:innen einen eindrucksvollen Blick in ein regional verwurzeltes Traditionsunternehmen, das Handwerk, technische Präzision und digitale Lösungen erfolgreich miteinander verbindet.

Gastgeberin Renate Denk, Geschäftsführerin der Bayer Schilder GmbH, eröffnete den Abend und führte durch die Entwicklung des 1945 gegründeten Betriebs. Was als klassischer Malerbetrieb begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem vielseitigen Anbieter für Verkehrstechnik, Objekt- und Werbetechnik sowie digitale Informationssysteme. Mit der Übernahme des Unternehmens im Jahr 2007 setzte Denk gezielt auf Erweiterung, Modernisierung und neue Geschäftsfelder. „Innovativ aus Tradition bedeutet für uns, gewachsene Strukturen weiterzuentwickeln und frühzeitig neue Technologien in unsere Prozesse zu integrieren“, so Denk. Gleichzeitig betonte sie, dass Bayer Schilder Projekte ganzheitlich begleitet und Kund:innen von der Planung über die Umsetzung bis zur Montage unterstützt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. In der Produktion wurden traditionelle Siebdruckverfahren weitgehend durch digitale Druck- und automatisierte Schneidprozesse ersetzt. Gleichzeitig investierte das Unternehmen laufend in moderne Maschinen und Infrastruktur. Der Standort in Neuzeug, ein umgebautes ehemaliges Molkereigebäude, bewahrt dabei bewusst seinen industriellen Charakter und steht für einen unternehmerischen Weg, der Tradition und Innovation verbindet.

Großes Interesse galt der digitalen Amtstafel, die Bayer Schilder gemeinsam mit der RIS GmbH entwickelt hat. Diese ist mittlerweile an rund 130 Standorten im Einsatz und ermöglicht Gemeinden eine zeitgemäße, barrierearme und rechtssichere Information der Bevölkerung. Gregor Brüggemann, Kundenbetreuung Westösterreich bei Bayer Schilder, betonte die technischen Anforderungen: „Gerade im Außenbereich braucht es Lösungen, die über Jahre hinweg zuverlässig funktionieren und den besonderen Umweltbedingungen standhalten.“ Er wies zudem darauf hin, dass es sich bei der digitalen Amtstafel um eine spezialisierte Lösung handelt, die aus jahrelanger Entwicklungsarbeit entstanden ist und gezielt für den dauerhaften Einsatz im kommunalen Umfeld konzipiert wurde.

Michael Kölbl, Geschäftsführer der RIS GmbH, spannte den Bogen zur digitalen Gemeindekommunikation und stellte die Plattform GEM2GO vor. Diese wird aktuell von rund 1.350 Gemeinden genutzt und erreicht damit über 3,5 Millionen Einwohner:innen in Österreich. Die GEM2GO-App verzeichnet mehr als eine Million Downloads und wird monatlich von rund 340.000 Nutzer:innen aktiv verwendet. Ergänzt wird das System durch über 70 Kooperationspartner und Schnittstellen, die eine breite Anbindung an bestehende Verwaltungs- und Informationssysteme ermöglichen.

Kölbl machte deutlich, dass digitale Gemeindekommunikation weit über das Sichtbare hinausgeht und verglich dies mit einem Eisberg: Während Bürger:innen Websites, Apps oder digitale Amtstafeln wahrnehmen, liege der wesentliche Aufwand unter der Oberfläche. Dazu zählen laufende technische Weiterentwicklungen, rechtliche Anforderungen wie Datenschutz und Barrierefreiheit, die Wartung von Schnittstellen sowie die Sicherstellung von Stabilität bei Zugriffsspitzen, etwa bei Wahlen oder Krisensituationen. Genau hier setze GEM2GO mit einer transparenten, langfristig ausgelegten Lösung an, die Gemeinden entlaste und digitale Services nachhaltig absichere.

Ein weiterer Fokus lag auf der österreichweiten Gemeinde-News-Plattform, die seit Ende 2025 allen Gemeinden österreichweit zur Verfügung steht. Sie bündelt automatisiert aktuelle Inhalte aus Verwaltung, Medien, Vereinen und Organisationen und sorgt dafür, dass Informationen zentral gepflegt und gleichzeitig über Website, App und digitale Informationssysteme ausgespielt werden können.

Christoph Grumböck, Sprecher des Netzwerks Zukunftsregion Steyr, unterstrich den Mehrwert des Formats: „Solche Unternehmenseinblicke zeigen, wie viel Innovationskraft unsere Region hat und wie wichtig der Austausch zwischen Betrieben, Gemeinden und Technologiepartnern ist.“ Das Netzwerk vereint aktuell über 160 Partner:innen aus Wirtschaft, Bildung, Gemeinden und Zivilgesellschaft.

Ein Zeichen für Kontinuität setzte auch Ana-Marija Autischer, die ab 1. März die Geschäftsführung bei Bayer Schilder übernimmt. „Ich freue mich darauf, Verantwortung für dieses Unternehmen und für die Region zu übernehmen und Impulse für Innovation und Wachstum zu setzen“, so Autischer.

Den Abschluss des Abends bildete eine Führung durch den Betrieb, bei der die Gäste Einblicke in Grafik, Produktion und Fertigung erhielten. Beim anschließenden Netzwerken wurde der Austausch in entspannter Atmosphäre fortgesetzt.

Netzwerkleiterin Daniela Zeiner lädt bereits zur nächsten Veranstaltung der Zukunftsregion Steyr ein: „Die Zukunftsvision Horizont Steyr: Innovative Räume für Ideen“ am Montag, 23. Februar 2026, ab 17:00 Uhr. „Im Mittelpunkt stehen neue Nutzungskonzepte und kreative Impulse für die Weiterentwicklung zentraler Orte in der Region“, so Zeiner mit Blick auf das Projekt Horizont Steyr, das neue Perspektiven für Wirtschaft, Kreativszene und Zivilgesellschaft eröffnen soll.

 

Weiterführende Hinweise
Die Zukunftsregion Steyr vernetzt Unternehmen, Gemeinden, Bildungseinrichtungen und engagierte Menschen, um gemeinsam Projekte umzusetzen und den Standort nachhaltig weiterzuentwickeln. Informationen zu Partnerschaft, Netzwerkaktivitäten und kommenden Veranstaltungen finden sich unter www.zukunftsregion-steyr.at.

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