Mit außergewöhnlich großem Zuspruch wurde am 23. Februar die Zukunftsvision „HORIZONT STEYR“ im Rahmen eines Rundgangs durch das ehemalige Gefängnis sowie einer anschließenden Diskussion im Alten Theater einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und mit ersten Letters of Intent, also Absichtserklärungen von zukünftigen Mieter:innen goutiert. Das Netzwerk Zukunftsregion Steyr setzte den Visionsabend gemeinsam mit der Stadt Steyr um und verzeichnete insgesamt 180 Teilnehmer:innen, von denen rund 150 Personen die Möglichkeit zur Besichtigung des Gebäudekomplexes in der Berggasse nutzten und spannende Einblicke in die Räumlichkeiten erhielten, ehe im Alten Theater Vision, Nutzungsperspektiven und erste konkrete Interessensbekundungen im Mittelpunkt standen.
Der historische Komplex in der Berggasse in Steyr, der über Jahrhunderte als Kloster und später als Strafanstalt genutzt wurde, könnte künftig als offener Innovationshub neue Perspektiven für Stadt und Region eröffnen. Im Auftrag der Stadt Steyr wurde für die rund 3.000 Quadratmeter von Chris Müller, CMb.industries und den TP3 Architekten ein Nutzungskonzept entwickelt, das unterschiedliche Arbeits- und Begegnungsformen vorsieht – von möglichen Co-Working-Bereichen und privaten Büros über Besprechungsräume bis hin zu begrünten Innenhöfen und offenen Zonen für Austausch. Die Vision des Projekts ist es, einen Raum zu schaffen, der Vernetzung, Kooperation und neue Formen der Zusammenarbeit begünstigt, ohne die historische Identität des Ortes aus dem Blick zu verlieren.
Bereits beim Rundgang durch das ehemalige Gefängnis verdeutlichte Chris Müller die inhaltliche Dimension des Projekts: „Aus einem „Ort der Unfreiheit“ solle ein „Ort der Freiheit“ werden – ein Raum für unternehmerisches Denken, kreative Prozesse und gemeinschaftliche Entwicklung. Innovation entstehe dort, wo Menschen einander begegnen, Ideen teilen und gemeinsam weiterdenken“, erzählte Müller. Entscheidend sei daher nicht allein die bauliche Transformation, sondern die bewusste Gestaltung eines Umfelds, das Austausch fördert und unterschiedliche Kompetenzen zusammenführt. Die Verbindung von Schulgebäude, ehemaligen Haftbereichen und Theater eröffne die Chance, Bildung, Wirtschaft und Kultur als zusammenhängendes Ganzes zu denken.
Im Alten Theater eröffnete Bürgermeister Markus Vogl den offiziellen Teil des Abends und unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Stadtentwicklung. Steyr habe in seiner Geschichte immer wieder bewiesen, dass Erneuerung aus eigener Kraft möglich sei. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten brauche es Initiativen mit Signalwirkung, die Mut machen und Perspektiven schaffen. Mit HORIZONT STEYR könne die Stadt einen solchen Impuls setzen, der die Innenstadt stärkt und neue Dynamik in die Region bringt.
Daniela Zeiner, Leiterin des Netzwerks Zukunftsregion Steyr, betonte die enge Kooperation zwischen Stadt und Netzwerk: „Gemeinsam machen wir die vorhandenen Stärken sichtbar und es ist großartig, engagierte Menschen zusammenzubringen, die aktiv an der Weiterentwicklung der Region mitwirken. Ein Innovationsstandort entsteht letztendlich durch die Menschen, die ihn nutzen, ihn formen, die Synergien schaffen - durch Kooperationen und durch eine gelebte Kultur des Miteinanders.“
Im Rahmen des Abends wurden drei Partner des Netzwerks Zukunftsregion Steyr vorgestellt: Media Affairs, die Kreativagentur Brandzone sowie e-Steyr. Ihre Präsentation stand stellvertretend für die Vielfalt und Kompetenz der Unternehmen, die bereits heute im Netzwerk engagiert sind und zur positiven Entwicklung der Region beitragen.
Ein besonders starkes Signal setzte die Veranstaltung auch im Hinblick auf die künftige Nutzung. Noch vor Ort meldeten sich mehrere potenzielle Mieterinnen und Mieter, die ihr konkretes Interesse bekundeten und einen Letter of Intent unterzeichneten. Damit wurde deutlich, dass die vorgestellte Vision nicht nur auf breite Zustimmung stößt, sondern bereits erste verbindliche Schritte in Richtung möglicher Umsetzung gesetzt wurden.
In einem Bühnengespräch machten zwei dieser potentiellen Mieter:innen - Christoph Jungwirth, Berater & Netzwerker und Manfred Haiberger, Haratech - deutlich, warum sie HORIZONT STEYR als künftigen Wirkungsort in Betracht ziehen. Jungwirth hob hervor, dass produktiver Austausch und neue Impulse vor allem in offenen, gemeinschaftlich genutzten Räumen entstehen. Haiberger betonte, dass Innovationskraft nicht im Alleingang wachse, sondern dort, wo Menschen mit Visionen zusammentreffen und gemeinsam den nächsten Schritt wagen.Der große Zuspruch und die unmittelbaren Interessensbekundungen zeigen, dass HORIZONT STEYR als zukunftsweisende Entwicklungsperspektive wahrgenommen wird, die weit über eine bauliche Revitalisierung hinausgeht. Die hohe Beteiligung und die unterzeichneten Letters of Intent markieren einen wichtigen Meilenstein im weiteren Diskussions- und Entwicklungsprozess.
Weiterführende Informationen zum Projekt HORIZONT STEYR sind unter https://www.steyr.at/horizontsteyr zu finden. Nachberichte von der Veranstaltung sind auf der Website der Zukunftsregion Steyr unter https://zukunftsregion-steyr.at/aus-der-region/die-zukunftsvision-horizont-steyr-innovative-raeume-fuer-ideen sowie auf https://www.chrismueller.at/menschenmengen-am-horizont/ zu finden.
Weiter Informationen zu den Aktivitäten des Netzwerks Zukunftsregion Steyr und zu den Partnerschaften sind unter https://zukunftsregion-steyr.at/ abrufbar.
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© Peter Kainrath
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