Hands on Data 2026

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Hands on Data 2026: Volles Haus und starke Impulse für die digitale Zukunft der Region

Kooperationsveranstaltung von Werbeberg, Zukunftsregion Steyr, IT Experts Austria, Steyrland und FH OÖ Campus Steyr zeigte praxisnah, wie Unternehmen Daten und KI erfolgreich nutzen können

Mit rund 90 Teilnehmer:innen und großem Zuspruch ging die vierte Ausgabe des Digitalisierungsevents „Hands on Data“ im DigiSpace der FH Oberösterreich in Steyr über die Bühne. Initiiert von Werbeberg und gemeinsam mit der Zukunftsregion Steyr, IT Experts Austria, Steyrland sowie der FH OÖ Campus Steyr umgesetzt, wurde einmal mehr deutlich, wie stark das Interesse an den Themen Daten, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Region verankert ist.

Digitalisierungsevent in Steyr: Starker Auftakt durch Kooperationspartner

Eröffnet wurde der Abend von Moderator Noah Kramer (Werbeberg), gemeinsam mit Cornelia Schwabl (Steyrland), Wolfgang Bräu (IT Experts Austria), Christoph Grumböck (Netzwerk Zukunftsregion Steyr) und Klaus Arthofer (FH OÖ Campus Steyr, DigiSpace). Sie betonten die Bedeutung von Kooperation und Austausch für die Weiterentwicklung der Region und hoben die Rolle gemeinsamer Formate wie „Hands on Data“ als Plattform für Wissenstransfer hervor.

FH OÖ und Unternehmen: Kooperationen und KI-Anwendungen im Fokus

Inhaltlich bot der Abend ein breites Spektrum an Perspektiven – von technologischen Grundlagen bis hin zu konkreten Praxisbeispielen. Margarethe Überwimmer und Klaus Arthofer zeigten, wie Unternehmen von Kooperationen mit der FH OÖ profitieren können, etwa durch Studienprojekte, Praktika oder Forschungskooperationen. Mit dem „AI Readiness Radar“ wurde zudem ein strukturiertes Instrument vorgestellt, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre KI-Bereitschaft entlang von Management-, Technologie- und Ethikdimensionen zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln.

Datenanalyse und Energiewende: Einsatz von Time-Series-Daten bei my-PV

Bernhard Rimpler von my-PV gab Einblicke in die Arbeit mit sogenannten Time-Series-Daten, also zeitlich strukturierten Daten, die etwa bei der Analyse von Stromverbrauch, PV-Erzeugung oder Temperaturverläufen entstehen. Anhand konkreter Anwendungen wurde gezeigt, wie diese Daten genutzt werden, um Energie effizient zu steuern und digitale Lösungen für die Energiewende voranzutreiben. Dabei verarbeitet das Unternehmen bereits Milliarden an Datenpunkten aus vernetzten Systemen.

Digitale Transformation im Medienbereich: Praxisbeispiel Bauernzeitung

Wie digitale Transformation in der Praxis gelingt, demonstrierten Anni Pichler und Tobias Kammerhofer anhand der Weiterentwicklung der Bauernzeitung. Durch die Einführung einer zentralen Plattform, neuer Apps und einer klaren Content-Strategie gelang die Umstellung von einer physischen Zeitung auf ein digitales Medium und konnte die digitale Reichweite rasch deutlich gesteigert werden. Heute verzeichnet die Plattform rund 150.000 monatlich aktive Nutzer:innen, während die Online-Zugriffe seit dem Relaunch um 30 Prozent gestiegen sind. Entscheidend für den Erfolg sei das Zusammenspiel von klaren Prozessen, geeigneter Technologie und den Menschen hinter dem Projekt.

Künstliche Intelligenz im Büroalltag: Chancen durch Agentic AI

Im zweiten Vortragsblock zeigte Wolfgang Bräu, wie sich der Büroalltag durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert. Im Fokus stand dabei „Agentic AI“, also Systeme, die eigenständig Aufgaben übernehmen, Prozesse steuern und Entscheidungen vorbereiten. Anwendungen reichen von automatisierter Terminorganisation bis hin zur Analyse von Unternehmensdaten oder der Unterstützung im Kundenservice. Damit verändern sich nicht nur Prozesse, sondern auch die Anforderungen an Mitarbeiter:innen nachhaltig.

ERP-Systeme und Datenintegration: Effiziente Prozesse durch zentrale Plattformen

Christoph Fischer von QMedia IT verdeutlichte, wie Unternehmen durch die Bündelung ihrer Systeme in einer zentralen Plattform ihre Abläufe effizienter gestalten können. Statt isolierter Einzellösungen entsteht so eine einheitliche Datenbasis, die Medienbrüche reduziert und die Grundlage für Automatisierung und den sinnvollen Einsatz von KI schafft. Erst wenn Daten konsistent und strukturiert vorliegen, kann Künstliche Intelligenz ihr volles Potenzial entfalten.

Systemintegration und Datenfluss: Grundlage für digitale Geschäftsmodelle

Abschließend zeigte Simon Hartl von Digital Change, wie entscheidend funktionierende Systemintegration für moderne Unternehmen ist. Ohne durchgängigen Datenfluss entstehen Verzögerungen, Fehler und ineffiziente Prozesse. Durch den gezielten Einsatz von Integrationslösungen können Systeme miteinander vernetzt und Daten zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar gemacht werden – eine zentrale Voraussetzung für zukunftsfähige Geschäftsmodelle.

Netzwerken und Austausch: Erfolgsfaktor für die Region Steyr

Neben den fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung vor allem Raum für persönlichen Austausch und Vernetzung. Genau diese Verbindung aus kompaktem Wissenstransfer und direktem Dialog macht das Format besonders wertvoll. „Unser Ziel mit Hands on Data ist es, Menschen, Ideen und Praxis zusammenzubringen“, betonte Initiator Tobias Kammerhofer.

Die große Resonanz und das durchwegs positive Feedback der Teilnehmer:innen unterstreichen die Bedeutung solcher Initiativen für die Region. Die Veranstalter:innen zeigten damit einmal mehr, wie durch Kooperation und gemeinsame Aktivitäten ein Umfeld entsteht, in dem Innovation, Digitalisierung und Austausch aktiv gelebt werden.

 

Fotos frei, © Peter Kainrath

 

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